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Im Samenröhrchen

Damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, was im Samenröhrchen drin ist, welches Sie von ihrem Hengsthalter zugeschickt bekommen, zeichnen wir hier für Sie die wichtigsten Laborschritte von der Samenabnahme bis zum versandfertigen Samenröhrchen einmal in vereinfachter Kurzform nach:

Aus einem Ejakulat können im Durchschnitt acht bis zehn Portionen gewonnen werden. Dazu wird das Ejakulat zentrifugiert.

Beim Zentrifugieren löst sich das sog. Seminalplasma (= Samenplasma), welches aus Sekreten der akzessorischen Geschlechtsdrüsen besteht, von den Samenzellen und sammelt sich als Überstand. Auch im Körper der Stuten würde sich das Seminalplasma von den Samenzellen lösen. Hier wird also nur der natürliche Vorgang ins Reagenzglas verlegt.

Das Tierzuchtgesetz gibt genau vor, welches Volumen und welchen Grad der Vorwärtsbewegung die Samenzellen pro Besamungsdosis haben müssen. Dazu wird die Dichte der Samenzellen aus dem nativen Samen bestimmt. In einer 15 ml Samenportion ist also immer dieselbe, gesetzlich vorgeschriebene Samenmenge.

Mit Zusatz des Nährmediums, wie z.B. VitaGamet, wird das Seminalplasma dann ersetzt und schafft für die Samenzellen ein optimales Umfeld, um leicht gekühlt für den Transport zur Stute 24 bis 48 Stunden voll funktionsfähig bleiben zu können.

Haltbar ist Frischsamen (FS) im Kühlschrank bei 6 bis 8 °C mehrere Tage, da die samenzellengekühlt auf ein Minimum der Vor- und Ortsbeweglichkeit heruntergefahren werden.

Bei der Besamung selbst ist dann die Innen-Körpertemperatur der Stute ideal und lässt die Samenzellen wieder aufleben.